„Einfach die Beste“

In einer nicht repräsentativen Umfrage vor dem Berliner Reichstagsgebäude fragten wir dieses mal, welche Werte und Themen die Menschen mit den Volksparteien verknüpfen. Die Antworten fielen breit gefächert aus: die europäische Integration wurde ebenso genannte wie etwa Verbindlichkeit, wirtschaftliche Kompetenz, soziale Gerechtigkeit und Integrität.  

Hören Sie die ganze Umfrage hier.

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Dr. Wolfgang Schäuble: „Darum bin ich Mitglied in einer Volkspartei“

Politisches Interesse habe ich, wie man umgangssprachlich formuliert, von zu Hause mitbekommen, genauso wie ich gelernt habe, dass Interesse allein aber nur der halbe Weg ist. Bereits früh habe ich mich in der Jungen Union engagiert. Bis heute ist die CDU meine politische Heimat.
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Olaf Scholz: Volkspartei zu sein kostet seinen Preis

Hinter dem Begriff Volkspartei verbirgt sich zunächst nicht mehr als der erklärte Anspruch einer Partei, ungeachtet eines klaren Wertekanons und einer akzentuierten Programmatik für alle gesellschaftlichen Milieus wählbar zu sein. Dass Parteien grundsätzlich Jedermann offen stehen, scheint heute selbstverständlich. Tatsächlich ist diese Öffnung eine verhältnismäßig junge Errungenschaft der Volksparteien. Kürzlich hörte ich über ein – später langjähriges – SPD-Mitglied, dass sein erster Aufnahmeantrag noch mit der Begründung abgelehnt wurde, dass er kein Arbeiter sei. Erst nach Verabschiedung des Godesberger Programms im Jahr 1959 konnte er Parteimitglied werden. Am Ende eines langen Prozesses hatte die SPD den Wandel von „einer Partei der Arbeiterklasse zu einer Partei des Volkes“ vollzogen und sich damit für alle Konfessionen, für Akademiker, die Mittelschicht, Unternehmer und alle gesellschaftlichen Gruppen geöffnet.

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Kai Wegner: „Darum bin ich Mitglied einer Volkspartei…“

Die Volkspartei CDU hat es in ihrer mehr als sechzigjährigen Geschichte verstanden, ein breites Spektrum an Mitgliedern und Wählern anzusprechen und an sich zu binden. Zu nennen sind unter anderem Arbeitnehmer und Arbeitgeber, Alte und Junge, Männer und Frauen, Bewohner von Stadt und Land, kirchlich Gebundene und Konfessionslose. Es zählt in diesem Zusammenhang zur politischen Kernkompetenz der CDU, unterschiedliche Positionen abzuwägen und erfolgreich zu integrieren. Deshalb lief meine Partei auch nie Gefahr, egoistischen Sonderinteressen zu dienen. Stattdessen errichtete sie mit ihrer grundwertebasierten Gemeinwohlvorstellung wichtige innergesellschaftliche Brücken.  Weiterlesen

Netzschau: Volksparteien sind nicht hilflos ausgeliefert

Wenn´s gut gemacht ist, muss man auch mal die Konkurrenz lobend erwähnen: Unter dem Titel „Keine für alle“ schreiben Politikwissenschaftler bei „The European“ zum Thema „Zukunft der Volkspartei“.

Im Editorial der Reihe heißt es: „Die Ära der Volksparteien neigt sich ihrem Ende entgegen. Klassische Milieus und Mehrheitspositionen erodieren – die Bevölkerung zersplittert. Irritiert stehen die Volksparteien vor dem Scherbenhaufen.“ Bisher sind fünf meinungsstarke Aufsätze erschienen, u.a. von Dr. Michael Borchard „Zurück zu den Graswurzeln“  und von Nicolai Dose, der trotz der Wahlerfolge von CDU und SPD bei den Wahlen im Saarland nicht an eine Rückkehr der Volksparteien glaubt. Sie würden sich weiterhin schwer damit tun, dass Bürger auch in ihren Interessenorganisationen wirkungsvoll mitbestimmen wollen. Anders die Piraten, deren Erfolg, so Nicolai, sich aus eben dieser Grundhaltung speist. Sabine Stoye sieht in einem aktuellen Parteimonitor der KAS die Volksparteien der Protesthaltung und dem Bedürfnis, politisch mehr mitwirken zu wollen, alles andere als hilflos ausgeliefert. Zitat: „Sie dürfen auf diese Herausforderungen nur nicht mit altbackenen Antworten reagieren.“

Überhaupt die Piraten. Nach dem Einzug der Partei in den saarländischen Landtag und den Berliner Senat, bezeichnete sie der Forsa-Chef Manfred Güllner jüngst gar als „Mini-Volkspartei“.  Immer wieder hört man Stimmen, dass die Piraten Ausdruck der Schwäche der Volksparteien seien. Der Parteienforscher Prof. Dr. Uwe Jun sagte jetzt gegenüber der Lüneburger Landeszeitung: „Auch wenn SPD und CDU im Vergleich zu vor drei Jahren [bei der Wahl im Saarland] dazu gewonnen haben …, wird der Trend weiter in die Richtung gehen, dass sich die soziale Fragmentierung in der Parteienlandschaft abbildet.

Interessant ist, wie die Debatte – Volkspartei ja oder nein –  bei den Piraten selber geführt wird. Philip Brechler, von der Fraktion in Berlin, schreibt in seinem Blog: Piraten sollten so bleiben wie sie sind und nicht zur beliebigen Volkspartei mutieren. Ich möchte für die Piraten im Bundestag professionell kantige Politik machen. 

Zum Schluss noch dieses: In der CDU Mecklenburg-Vorpommerns hat die Initiative „CDU – Volkspartei 2020“ ihre Arbeit aufgenommen. Unterschiedliche Arbeitskreise entwickeln neue Ansätze u.a. zu den Themen interne und externer Kommunikation, Parteibindung, Werbung von Neumitgliedern sowie der Struktur und der Arbeit in den Kreisverbänden und den Parteifinanzen.

„Darum sind wir Mitglieder einer Volkspartei“ – Dagmar und Tankred Schipanski

Eine Volkspartei wendet sich grundsätzlich an Menschen aus allen gesellschaftlichen Gruppen unseres Landes. Mir gefällt der englische Begriff „big-tent-party“, weil er bildhaft ausdrückt, was gemeint ist. Unter einem „großen Zelt“ vereint die Volkspartei unterschiedliche Menschen mit unterschiedlichen Erfahrungen, Prägungen und Anschauungen. Meine Überzeugung ist es, dass eine politische Partei diese vielfältigen Interessen abbilden und in Ausgleich bringen sollte, anstatt nur das Teilinteresse einer einzelnen Gruppe zu vertreten. (Tankred Schipanski)
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Medien und Volkspartei

Die Fragmentierung der politischen Landschaft ist für viele eine unausweichliche Folge abnehmender Milieubindung verbunden mit dem Wunsch nach Selbstverwirklichung in einer postmateriellen Gesellschaft, in der die Grundbedürfnisse erfüllt sind. Eli Pariser spricht in seinem Buch „The Filter Bubble“  vom „single issue voter“, der gezielt im Internet umworben wird. Die Summe der „Gefällt mir“-Klicks führt zu einer Personalisierung des Internets, in der wir nur noch von Freunden umgeben sind und die zu unserem Spiegelbild passende Werbung erhalten. Dieses „Geschäftsmodell“ wird auch auf die Information und auf politische Botschaften übertragen. Pariser: “Imagine a world where all the news you see is defined by your salary, where you live, and where your friends are.”  Wir begegnen im Netz uns selbst und werden nicht mit Dingen konfrontiert, die uns nicht gefallen.
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Umfrage: Was ist eine Volkspartei?

Was verstehen die Menschen unter dem Begriff „Volkspartei”? Und was wird von einer Volkspartei erwartet? Unsere nicht repräsentative Umfrage macht deutlich, dass es ganz konkrete Hoffnungen gibt, die sich mit der Volkspartei verbinden: Nicht nur soll sie die Interessen einer Mehrheit der Bürger vertreten und Menschen aus allen Milieus ansprechen, sondern sie soll auch gerne kontrovers diskutieren und zwar nicht nur aktuelle Probleme, sondern auch Konzepte für die Zukunft. Eine Volkspartei gibt sich darüber hinaus volksnah und hat viele Mitglieder.

Hören Sie unsere vor dem Reichstag in Berlin eingesammelten Stellungsnahmen.

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Und was macht für Sie eine Volkspartei aus? Diskutieren Sie mit. Wir sind gespannt auf Ihre Kommentare.

Die Volkspartei CDU als Modell für Gesellschaftsvereinigung und Wirtschaftsentwicklung

Am 11. April 2012 werden in der Republik Korea Parlamentswahlen abgehalten. Im Vorfeld reorganisierten sich die Parteien wieder einmal neu, so, wie vor früheren Parlamentswahlen auch. Die konservative Regierungspartei änderte ihren Namen in „Saenuri Party“ (Neue Welt), während die progressive Partei mit verschiedenen Bürgerinitiativen fusionierte und nun als „Minjoo Party“ (Vereinigte Demokratische Partei) antritt. Sieht man sich koreanische Parteien an, fragt man sich immer wieder, ob und wann sie eine eigene Identität entwickeln und eine auch programmatisch profunde Politik machen, so dass sie ihre Rolle als Gemeinschaftseiner ausüben und nationale Staats- wie Wirtschaftskrise überwinden werden.  Weiterlesen

“Darum bin ich Mitglied einer Volkspartei…” – Katherina Reiche MdB

Der Politologe Dolf Sternberger, der den Begriff Volkspartei mit geprägt hat, hat in seiner Heidelberger Antrittsvorlesung vor einem halben Jahrhundert einen bemerkenswerten Satz formuliert. „Das Politische müssen und wollen wir zu begreifen versuchen als den Bereich der Bestrebungen, Frieden herzustellen, Frieden zu bewahren, zu gewährleisten, zu schützen und freilich auch zu verteidigen“. Dies ist im Kern Auftrag der Politik, auch wenn manchem bezogen auf das eigene Aufgabenfeld dies als verkürzt erscheinen mag. Ohne Frieden nach außen wie nach innen ist alles nichts. Wer das zu akzeptieren vermag, dem wird schnell klar, dass zum Erreichen des Ziels Frieden ein jeder guten Willens nötig ist. Damit begründet sich ihre Vereinigung z.B. in Parteien.  Weiterlesen